Bestrahlung kann Immuntherapie verstärken

Bei einer Therapie mit einer Immuntherapie basierend auf Checkpoint-Inhibitoren kann eine vorangegangene Bestrahlung die Krebszellen unter Umständen empfindlicher gegenüber der Immuntherapie machen.

Zu diesem Ergebnis kommt die zweite Auswertung einer Studie an Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs die mit der Immuntherapie Pembrolizumab (Keytruda) behandelt wurden. Mit 4,4 Monaten ohne voranschreiten des Lungenkrebs lebten die Patienten, die vorher bestrahlt worden waren. Im Gegensatz zu den Studienteilnehmern die nicht bestrahlt worden waren, die im Durchschnitt nur 2,1 Monate ohne Progression lebten, ist dies ein deutlicher Vorteil der Kombination von Immuntherapie und Bestrahlung. Dieser Vorteil zeigt sich auch beim Gesamtüberleben, denn hier stehen 10,7 Monate nur 5,3 Monaten in der Gruppe ohne vorangegangene Bestrahlung gegenüber.

«Durch die Strahlentherapie kann die Wirksamkeit moderner Medikamente gesteigert werden – ein Potenzial, das im Interesse der Patienten keinesfalls ungenutzt bleiben darf» Prof. Dr. J. Dunst, Präsident der DEGRO-Jahrestagung.

Scheinbar beruht dieser synergetische Effekt auf einer Aktivierung und Stimulation der Immunantwort durch die Strahlentherapie. Bei einer Bestrahlung setzen Krebszellen DAMP, das sind damage-associated molecular patterns, frei die tumorspezifische Antigene enthalten. Diese können zu einer verstärkten Immunantwort des Körpers führen und den Kampf gegen die Krebszellen durch die Wirkung einer Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren verstärken. Auch ist es möglich, dass die Strahlentherapie die Vielfältigkeit der T-Zellen, die sich gegen den Tumor richten, erhöhen kann. Zudem spielt auch die Erwärmung des Tumors, die zum Beispiel bei der Hyperthermie gegen Krebs angewandt wird, eine Rolle bei der Verstärkung einer Immunantwort.

Eine zielgerichtete und personalisierte Krebstherapie kann also auch in der Kombination verschiedener Behandlungen und Therapieformen liegen

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