Yescarta – neue CAR-T-Zelltherapie gegen Non-Hodgkin Lymphome & Blutkrebs in den USA zugelassen

Ende Oktober wurde in den USA von der amerikanischen Arzneimittelbehörder, der FDA, eine neue Gentherapie zugelassen, die Patienten mit einem Non-Hodgkin-Lymphom und Blutkrebs neue Hoffnung geben könnte.

Yescarta  (Axicabtagen Ciloleucel), so der Name der von Kite hergestellten Gentherapie, ist eine so genannte CAR-T-Zelltherapie, eine neue Form gentechnisch optimierter Immuntherapien. Der Tumor wird bei dieser Art der Therapie indirekt über die Aktivierung der Immunzellen angegriffen. Dazu werden dem Patienten entnommene T-Zellen in einem Labor gentechnisch verändert und mit einem Protein ausgestattet, das einem Antikörper ähnelt. Erhält der Patient diese veränderten T-Zellen dann wieder verabreicht, sind diese in der Lage den Tumor über die Blutbahn zu erreichen und dort eine zielgerichtete Immunantwort auszulösen.

Da bei diesem Angriff durch die veränderten T-Zellen jedoch schwere Nebenwirkungen ausgelöst werden können, wird Yescarta bisher nur in wenigen spezialisierten Zentren eingesetzt, die nachweisen müssen mit den Nebenwirkungen im Ernstfall umgehen zu können. Diese können durch die großen Mengen an Zellabfall hervorgerufen werden, die beim Angriff auf die Tumorzellen entstehen. Das so genannte Zytokinfreisetzungs-Syndrom sowie neurologische Schäden können eine Folge dieser Nebenwirkungen sein.

Doch trotz der möglichen Nebenwirkungen sind die Therapieerfolge durch Yescarta durchaus beeindruckend. In der Zulassungsstudie konnte konnte bei 51 Prozent der mit Yescarta behandelten Patienten der Blutkrebs vollständig zurückgedrängt werden. Und auch nach 9 Monaten kehrte dieser bei fast 40 Prozent nicht zurück.

Bisher kann Yescarta nur in wenigen spezialisierten Zentren in den USA eingesetzt werden, eine Behandlung soll insgesamt rund 370.000 Dollar kosten.

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