Neue Immuntherapie weckt Hoffnung bei Mesotheliom

Eine neue vielversprechende Immuntherapie basierend auf einem inaktivierten Erkältungsvirus hat eine neue Hürde auf dem Weg zu einer Behandlung von Mesotheliomen genommen. Die norwegischen Wissenschaftler, die die Mesotheliom-Immuntherapie entwickeln habe erste Ergebnisse nun auf einem Symposium der International Society of Stem Cell Research und der European Society of Gene and Cell Therapy vorgestellt.

Die präsentierten Ergebnisse machen Hoffnung das die Immuntherapie mit dem Namen ONCOS-102 ein neuer Weg sein könnte das Gesamtüberleben bei Patienten mit einem Mesotheliom weiter zu steigern.

ONCOS-102 basiert auf einem veränderten menschlichen Adenovirus, einem Virus der für die meisten Atemwegsinfekte verantwortlich ist. Das Virus wurde so verändert, dass es in der Lage ist Zellen eines Mesothelioms oder anderer Krebserkrankungen zu finden und einzudringen.

Befindet sich ONCOS-102 erst einmal in der Krebszelle, vermehrt sich ONCOS-102 und sendet ein genetisches Signal, das eine Immunreaktion des Körpers auslösen kann. Das Immunsystem ist nun in der Lage Tumorzellen zu erkennen und anzugreifen. Damit keine normalen Zellen angegriffen werden, wurde ONCOS-102 so verändert, dass es sich nur in Krebszellen vermehren kann.

In einer ersten vorklinischen Studie wurden Mäuse mit der ONCOS-102 Immuntherapie und einer Standard, auf pemetrexed-basierender Chemotherapie, Chemotherapie behandelt. Der Krebs breitete sich hier signifikant langsamer aus als bei einer Kontrollgruppe. Bei einer Studie an menschlichen Patienten waren ähnliche ermutigende Resultate zu beobachten.

“Die Phase 1 Daten zeigten einen starken Anstieg der tumor-infiltrierenden zytotoxischen CD8+ T-Zellen, die zum angeborenen Immunsystem gehören, und krebs-spezifischen CD8+ T-Zellen im Blut des Patienten, beides ein Signal für die Aktivierung des Immunsystems”, sagt Dr. Magnus Jaderberg Forscher der Firma Targovax, dem Entwickler von ONCOS-102.

Beide Arten dieser Aktivierung des Immunsystems werden bisher mit einem längeren Gesamtüberleben des Patienten assoziiert.

Die Zukunft in der Behandlung von Mesotheliomen

Der nächste Schritt auf dem Weg zu einer wirksamen Mesotheliom Behandlung mit ONCOS-102 ist eine Phase 1b/II Studie, die schon im Juni gestartet ist, aber noch immer nach Teilnehmern sucht.

In dieser Studie wird eine Kombinationstherapie basierend auf einer Standard-Behandlung mit einer pemetrexed-basierenden Chemotherapie und ONCOS-102 Immuntherapie auf die Wirkung auf das Immunsystem getestet. Obwohl Chemotherapien eine Standardbehandlung sind, sind sie bei vielen Patienten mit einem Mesotheliom wenig effektiv.

Auch eine Kombination von ONCOS-102 und anderen, auf Checkpoint-Inhibitoren basierenden, Immuntherapien sollen bei Mesotheliomen sowie anderen, bisher schwer zu behandelnden Krebsarten wie Ovarialkarzinomen, Hautkrebs und Prostatakrebs untersucht werden.

” Eine Kombination von ONCOS-102 mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren faszinierende Option, die wir momentan aktiv erforschen”, so Dr. Jaderberg.

Mehr Informationen zum Thema Mesotheliom in englischer Sprache.

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