Vortrag: Neue Waffen im Kampf gegen den Krebs

Im Rahmen des Gesundheitsforums des St. Josefs-Krankenhaus in Königstein referierte Dr. Alexander Burchardt, Hämato-Onkologe mit eigener Praxis in Oberursel, über neue Waffen im Kampf gegen Krebs. Zwar bedeutet die Diagnose Krebs in der heutigen modernen Medizin nicht mehr zwangsläufig ein Todesurteil, doch trotzdem sind der Verlauf und die Therapieoptionen der Tumoren so individuell wie die Patienten selbst.

“Tumorerkrankungen sind sehr indivdiduell”, so Dr. Burchardt im Rahmen seines Vortrages. Krebs zu behandeln sei immer sehr individuell , es gebe kein einzigartiges Krankheitsbild und keine Behandlung nach einem bestimmten Schema. Stets müssen die Reaktionen des Patienten auf die Therapie beobachtet werden.

Zwar kenne man inzwischen viele Dinge, wie Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum oder auch ständiger Kontakt mit Benzin, die das individuelle Krebsrisiko erhöhen können, trotzdem seien Krebserkrankungen sehr individuell, leider sein man aber in dieser Hinsicht noch nicht so weit wie man sich das wünschen würde. “Fälle von Krebs in der eigenen Familie sagen nicht unbedingt viel über die eigene Gefährdung aus”, beruhigt Dr. Burchardt alle, die über erbliche Krebsformen besorgt sind. Auch eine Krebspersönlichkeit, also einen Menschentypen der besonders hohem Risiko an Krebs zu erkranken ausgesetzt sei gäbe es aktuellen Erkenntnissen nach nicht.

Neue Therapien erhöhen die Überlebenschancen

Obwohl man noch sehr viel darüber lernen müsse, wie Krebs überhaupt entsteht, gebe es in den letzten Jahren schon viele Fortschritte bei Therapien und der Behandlung von Patienten. „Die Überlebenschancen von Krebspatienten sind erheblich gestiegen.“ Auch hat sich die Lebensqualität von Patienten die auf keine Therapie mehr ansprechen deutlich verbessert. Viele können dank moderner Therapien auch wieder zu Hause gepflegt werden.

Auch in der Kombination verschiedener Therapien sieht Dr. Burchardt eine positive Zukunft. “Damit können wir gemeinsam an der Praxis arbeiten, zum Beispiel durch Chemo-, Hormon- oder Antikörpertherapie, Blut- oder Stammzellentransfer.“, beschreibt Burchardt die Zusammenarbeit mit Kollegen.

Denn neben der klassischen Chemotherapie, die jeder direkt mit einer Krebserkrankungen verbindet, gibt noch weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel eine Immuntherapie, Hormontherapie, Antikörpertherapie oder einen Blut- oder Stammzellentransfer.

“Checkpointblockade“ als neue Krebstherapie

Tumorzellen besitzen Mechanismen um die Aktivierung körpereigener T-Zellen, die zur Immunabwehr gehören, zu unterbinden. „Unser Immunsystem produziert diese Zellen, die schädliche Veränderungen an anderen Zellen erkennen und abtöten. Bei einem gesunden Menschen passiert dies millionenfach jeden Tag. Wenn wir jedoch altern, verliert unser Immunsystem an Schlagkraft.“

Neuartige Immuntherapien sind jedoch bald in der Lage dazu diese Mechanismen der Tumorzellen zu blockieren um damit die Immunantwort zu verstärken.

„Die Wissenschaft hat damit bereits bei zahlreichen Krebsformen Erfolg gehabt, und es laufen ständig Tests für weitere Tumorarten.“

 

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