St. Anna Kinderkrebsforschung testet Immuntherapie

Viruserkrankungen nach einer Stammzellentransplantation sind gefährlich. Ein neues Verfahren zu deren Vermeidung wird nun in der Wiener Kinderklinik Alsergrund erprobt.

Eine neue Art der Immuntherapie versucht die Stammzellentherapie bei an Leukämie erkrankten Kindern sicherer zu machen. In einer auf drei Jahre angelegten Studie soll dieses neue Verfahren nun erprobt werden. Die entsprechende Erlaubnis wurde der St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien nun erteilt. „Wir rechnen mit maximal 20 bis 30 Probanden. Das Verfahren ist gegen Adeno- und Cytomegalievirus-Erkrankungen gerichtet„, so Rene Geyeregger vom St. Anna Kinderspital.

St. Anna Kinderspital, Wien

St. Anna Kinderspital, Wien

Verhindert werden sollen potentiell lebensgefährliche Komplikationen durch Viruserkrankungen bei Kindern mit Leukämie und einer notwendigen Stammzellentransplantation von Knochenmark eines passenden Spenders. Momentan befindet sich die Studie in einer frühen Phase, soll aber in der Zukunft Möglichkeiten aufzeigen die große Gefahr einer Virusinfektion nach erfolgter Stammzellentransplantation, bei der es nötig ist das Immunsystem zeitweise völlig auszuschalten, zu minimieren. Das Ziel ist es die im Blut des Patienten vorkommenden virusspezifischen T-Zellen mittels einer Zellkultur zu vermehren um einer Infektion begegnen zu können. Gleichzeitig soll die Anzahl der T-Zellen verringert werden, die sich gegen die fremden Stammzellen richten könnten.

Bild:By GuentherZ (GuentherZ) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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