Schwarzer Hautkrebs: Kombination von Strahlentherapie und Immuntherapie

Eine Kombination von einer Strahlentherapie und einer speziellen Immuntherapie scheint Überlebensvorteile für Patienten mit schwarzem Hautkrebs zu bieten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie die im Fachmagazin „Annals of Oncology“ veröffentlicht worden ist.

Laut der aktuellen Studie lassen sich durch eine Kombination einer stereotaktischen Strahlenchirurgie und einer Immuntherapie die Behandlungserfolge  wirkungsvoll steigern. Da sich schwarzer Hautkrebs im Körper ausbreiten (metastasieren) kann ist er einer der gefährlichsten Hautkrebsarten. Auch Metastasen im Gehirn sind bei schwarzem Hautkrebs möglich. Einzelne Metastasen im Gehirn können mit einer stereotaktischen Strahlenchirurgie, einer Bestrahlungsform bei der die Strahlenbehandlung aus verschiedenen Winkeln zielgerichtet auf den Tumor  erfolgt, behandelt werden. Wird das umgebende Gewebe des Gehirns weitgehend geschont, bündelt sich die ionisierende Strahlung jedoch fokussiert im Tumor.

Im Rahmen einer Studie mit 96 Patienten, die an schwarzem Hautkrebs mit einer oder mehrerer Hirnmetastasen erkrankt waren, wurden verschiedene Gruppen gebildet. Kombiniert wurde eine Strahlentherapie mit weiteren Therapien: PD-1-Checkpointblocker, BRAF/MEK-Hemmer, Anti-CLA-4-Blocker oder eine klassische Chemotherapie.

Gesteigertes Gesamtüberleben bei selteneren Hirnmetastasen

Am vielversprechendsten in Bezug auf die Entwicklung weiterer Hirnmetastasen zeigten sich Immuntherapien mit einem PD-!-Checkpointblocker, gefolgt von einer Therapie mit Anti-CLA-4-Blockern und BRAF/MEK-Hemmern. Sowohl die PD-1-Checkpointblocker, als auch die Anti-CLA-4-Blocker können die Immunantwort des Immunsystems steigern indem sie an verschiedenen Stellen im Körper wirken. Bei BRAF-/MEK-Hemmern ist die wirkungsweise etwas anderes, denn hier wird das Tumorwachstum durch Unterdrückung verschiedener Signalwege des Tumors erreicht.

Im Vergleich mit einer klassischen Chemotherapie konnte die Kombination einer Immuntherapie mit der stereotaktischen Strahlenchirurgie das Gesamtüberleben der Studienteilnehmer signifikant verbessern. Keine Unterschiede zwischen Chemo- und Immuntherapien zeigte sich jedoch bei der lokalen Kontrolle einzelner behandelter Metastasen im Gehirn.

Studie:
Clinical outcomes of melanoma brain metastases treated with stereotactic radiosurgery and anti-PD-1 therapy, anti-CTLA-4 therapy, BRAF/MEK inhibitors, BRAF inhibitor, or conventional chemotherapy

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