Immuntherapie: Neuer Therapieansatz bei Lungenkrebs

Prof. Dr. Arnaud Scherpereel,  von der Pneumologischen Klink der Universität in Lille sprach in seinem Symposium im Rahmen der 233. ERS-Sitzung über die Zukunft der Onkologie.

Die Onkolgie stehe, laut Prof. Dr. Scherpereel, vor einem Paradigmenwechsel. Wo bisher hauptsächlich die Tumoren im Blickpunkt standen rücken nun Immunzellen und deren Einsatzzweck in den Vordergrund. Diese ermöglichen es Tumore gezielt zu zerstören.

Zusätzlich von den Tumoren exprimierten Oberflächenmoleküle wie CTLA-4 die die Aktivierung von T-Zellen begrenzen können werden auch immunsupprimierte Zellen im Tumorgewebe wie MSC, B. Treg und TAM2. Da Tumoren die Fähigkeit haben Antigene zu beeinflussen und damit die Stärke einer Immunantwort zu schwächen, ist es wichtig dies mit Hilfe einer Immuntherapie wieder zu verändern.

Dies wird, so das Ziel einer Immuntherapie bei Krebs, durch die Einflussnahme auf die Wechselwirkungen zwischen den T-Zellen des Immunsystems und den dendritischen Zellen mithilfe von Immun-Checkpoint-Inhibitoren möglich. Dies können zum, BeispielCTLA-4 oder PD-L1 sein.

Diese Immun-Checkpoint-Inhibitoren haben aber, neben der Verstärkung einer Immunantwort, noch einen weiteren Nutzen und machen sie deshalb so bedeutend. Denn PDL1 erhöht auch die Glykolyse von Tumorzellen , was zu einer Senkung der Antitumorfunktion der T-Zellen führen kann. Zwei der bekanntesten Immuntherapien mit Anti-PD-1 Substanzen, Nivolumab und Pembrolizumab,  haben von der amerikanischen FDA, der Food and Drug Administration , die Zulassung zur Behandlung  lokal fortgeschrittenen oder nicht-kleinzelligen Lungentumoren bei Patienten mit einer Expression von PD-L1 erhalten.

Das Ziel einer Immuntherapie sei, so Prof. Dr. Scharpereel, nicht nur die Überlebensraten zu erhöhen sondern ebenso das Ansprechen der Patienten auf die Therapie zu verbessern.

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