Immuntherapie bei Lungenkrebs: Oft gestellte Fragen

Die neuesten Studien zu Immuntherapien bei Lungenkrebs sind sehr vielversprechend. Wissenschaftler wissen bereits seit langer Zeit, dass das Immunsystem des Menschen  mehr kann als nur einen Schnupfen zu bekämpfen. Sie durchstreifen auch ständig unseren Körper und Suchen Bakterien, Viren oder andere Eindringlinge um sie zu zerstören. Darum macht es Sinn, diese Immunzellen auch für den Kampf gegen Lungenkrebs zu rüsten.

Dennoch bleiben für Patienten, die eine Immuntherapie gegen Lungenkrebs beginnen möchten, noch zahlreiche Fragen. „In der Tat sind 20-25% der Patienten die mit einer Immuntherapie behandelt werden so genannte Langzeitüberlebende“, sagt Dr. Jorge Nieva vom „USC Norris Comprehensive Care Center“ der die Fragen einiger Patienten im Rahmen einer Fragerunde beantwortet hat.

Eine erste Immuntherapie wurde von der FDA bereits 2015 zugelassen, war davor aber schon in vielen Studien getestet worden. Zwei weitere Immuntherapien gegen Lungenkrebs streben die Zulassung Ende 2016 an.

Welche Patienten profitieren besonders von einer Immuntherapie?

Die besten Kandidaten für eine Immuntherapie sind Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Dies ist mit 85% eine der am häufigsten diagnostizierten Lungenkrebs-Arten. Sehr häufig tritt dieser Krebs bei Rauchern auf, kann aber auch bei Nichtrauchern ausbrechen.

Wie läuft die Immuntherapie ab?

In der Regle wird die Immuntherapie dem Patienten alle zwei bis drei Wochen intravenös verabreicht. Da Immuntherapien noch recht neu sind, gibt es bisher keine Vorgaben über den Zeitraum der Anwendung. Dies wird bisher bei jedem Patienten nach unterschiedlichen Faktoren entschieden.

Gibt es Nebenwirkungen?

Natürlich sind auch Nebenwirkungen bei Immuntherapien möglich, diese sind in der Regel aber milder als bei einer Chemotherapie. „Sie verlieren nicht Ihre Haare, die Anzahl der roten Blutkörperchen reduziert sich nicht und sie werden auch nicht anfälliger für Infektionen sein„, sagt dazu Dr. Nieva. „Manche Patienten haben gar keine Nebenwirkungen, aber möglich sind Müdigkeit, Husten, Übelkeit, Juckreiz, Hauterkrankungen, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen und Durchfall. Bei manchen Patienten sind die Symptome der Nebenwirkungen stärker ausgeprägt, da das stimulierte Immunsystem den Magen, die Lunge oder die Leber angreift. Hier kann es sinnvoll sein mit Medikamenten das Immunsystem wieder etwas zu zügeln.“

Behandlung teil sehr erfolgreich

„Ich habe Patienten die Lungenkrebs hatten, der bereits metastasierte die sich einer Immuntherapie unterzogen und nun tumorfrei sind“, so Dr. Nieva, „My Lieblingsvisiten sind jetzt die, die langweilig sind – keine Schmerzen, keine Kurzatmigkeit, kein Husten und ein CT ohne Befund.“

 

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