Fortschritte in der Behandlung von Gehirntumoren

Die Behandlung von Gehirntumoren ist bisher noch sehr schwierig. Experten des Dana-Faber Instituts in Boston haben nun vorgestellt welche Möglichkeiten der Behandlung sich in Zukunft entwickeln könnten.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten. Das Zeil der Studien ist hoffentlich bessere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu finden.

 

Immuntherapien zur Behandlung von Gehirntumoren

Es gibt bereits Ansätze Tumore im Gehirn mit Immuntherpie-Wirkstoffen wie Odivo (nivolumab) oder Yervoy (ipilimumab) zu behandeln. Beide Wirkstoffe werden sowohl einzeln als auch in Kombination bei einem Glioblastom, also einem bösartigen hirneigenem Tumor, eingesetzt. Standard-Therapien sind bisher die operative Entfernung oder Verkleinerung des Tumors oder eine Bestrahlung oder Chemotherapie.

Eine Immuntherapie ist in der Regel sicherer und mit weniger Nebenwirkungen behaftet als Standardtherapien. Bei Lungenkrebs und Melanomen gibt es bereits sehr gut wirkenden Immuntherapien, die aber nicht in gleicher Weise auch bei Hirntumoren wirken.

„Es ist sehr kompliziert“, so Dr. David Reardon, Direktor des Dana-Farber Cancer Institute in Boston. „Wir wissen das Tumore verschiedene Möglichkeiten haben sich anzupassen und vor dem Immunsystem zu verstecken. Das Immunsystem merkt dann nicht einmal dass der Tumor existiert und kann in so einfach nicht effektiv angreifen. Doch durch viel Forschung in den letzten Jahren – davon einige auch hier am Dana Farber Institute – verstehen wir einige der kritischen Mechanismen des Tumors sich vor dem Immunsystem zu verstecken jetzt besser.“

Obwohl die Ansätze der Immuntherapie bei anderen Krebsarten sehr vielversprechend sind wird es noch einige Zeit dauern die perfekte Immuntherapie zur Behandlung von Gehirntumoren zu finden.

Zielgerichtete Molekulartherapien bei Gehirntumoren

Auch bei der Entschlüsselung der Tumorgenetik gab es in den letzten viele Fortschritte. Das Verständnis von Zusammenhängen zwischen der Genetik des Tumors und der individuellen Ausprägung der Krebserkrankung spielt dabei eine wichtige Rolle.

„Mittlerweile verstehen wir die molekularen Veränderungen bei Patienten mit einem Gehirntumor sehr gut“, so Dr. Patrick Y. Wen, zweiter Direktor des Dana-Farber Instituts.

Doch genau wie bei der Immuntherapie muss auch bei zielgerichteten Molekulartherapien ermittelt werden welche Behandlungsstrategie am besten wirkt, sei es ein einzelner Wirkstoff oder eine Kombination von Wirkstoffen.

Die Zukunft der Behandlung von Hirntumoren mit einer Immuntherapie oder zielgerichteten Molekulartherapie wird daher wohl eher persönlich auf jeden Patienten abgestimmt sein müssen.

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